Schüttelreime (linke Spalte) und Ungeschütteltes bis zum Abschütteln. Alle Texte © Wolfgang Heidschuch

Neulich in Buckingham


"Ach Gottchen", sprach der Sohn betroffen.
"Die Mama liegt vorm Thron. Besoffen..."


Goethe grillt hemmungslos


Ein Dichterfürst in stiller Größe?
In echt verteilt der Griller Stöße,
er werkelte mit Messer, Beilen,
es brauchte Abstand, besser Meilen.

Man hat den Blick zum Schutz gewendet,
so sehr hat er die Wutz geschändet.
Man merkte, wie sich Schiller grämte,
weil er sich für den Griller schämte...


Zickenkrieg unter Dichtern


Zu Goethe sprach der Schlichter dumpf:
"Ihr nennt den Schiller Dichterschlumpf?
Weil nüchtern er an Witzen spare,
nur blau schreibt er die Spitzenware?"

Da hat der Schiller rasch gehaucht:
"Der Goethe hat stets Hasch geraucht.
Der hat, an heutger Frist gemessen,
zum Schreiben jeden Mist gefressen."

"Der Schillerkopf ist leergesiebt,
hat Wein und Cognac sehr geliebt,
ist nackt in Weimar langgeritten,
darunter hat sein Rang gelitten."

"Der Goethe fand sich (armes Schwein)
am Fenster seines Schwarmes ein.
Dort sagten Dichtermünder Sachen,
die jeden flugs zum Sünder machen."

Am Ende sprach der Schlichter dumpf:
"Ich nenn euch beide Dichterschlumpf.
Was ich mir hier als Richter denke:
Vergesst die doofen Dichterränke!"


Goethe und der Wein I


Den Rotwein lässt Herr Goethe fliessen
und auch mal in die Flöte giessen.
Das macht den guten Schiller traurig,
da klingen dann die Triller schaurig.


Goethe und der Wein II


Den Rotwein lässt Herr Goethe fliessen
und auch auf seine Flöte giessen.
Was dann wohl jetzt die Lotte macht?
Man ahnt es ja. Die Motte lacht...


Goethe beim Fußball


Zum Stadion sah man Goethe traben,
als sie ihm eine Tröte gaben,
wonach er noch 'ne Rassel kaufte
und gleich mit Fans von Kassel raufte.